Cannstatter Wahlforum

Am Sonntag, 14. März 2021 ist es wieder so weit: Baden-Württemberg wählt. Um sich auch in Zeiten des Lockdowns gut informieren zu können, lädt das Cannstatter Wahlforum zur digitalen Podiumsdiskussion mit VertreterINNEN verschiedener Parteien unter dem Motto "Baden-Württemberg - wohin?" ein.

Der Wahlkampf zur diesjährigen Landtagswahl wird auf Grund der Corona-Pandemie anders werden als gewohnt. Wahlwerbung im Briefkasten, aber auch Online-Formate sind gefragt wie nie zuvor, um sich über die Kandidatinnen und Kandidaten bzw. deren Parteien Kenntnis zu verschaffen.

Hier bietet das digitale Cannstatter Wahlforum am Dienstag, 23. Februar 2021 von 19 Uhr bis 21 Uhr eine gute Gelegenheit, sich zeitnah zu informieren, um dann noch per Briefwahl wählen zu können.

Verschiedene VertreterINNEN der Parteien sind zur Diskussion bereit und stellen sich der Fragerunde, welche von Dr. Thomas Haas und Pfarrer Wolfgang Mayer-Ernst, beide Studienleiter im Bereich Gesellschaft, Politik, Staat an der Evangelischen Akademie Bad Boll, moderiert wird.

Es diskutieren online:

Petra Olschowski (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) - Kunsthistorikerin, Journalistin und Staatssekretärin

Roland Schmid (CDU) - Jurist und Politiker

Katrin Steinhülb-Joos (SPD) - Rektorin der Altenburg-Gemeinschaftsschule

Wer sich informieren oder auch mit den Kandidatinnen bzw. dem Kandidaten diskutieren möchte - siehe folgende Statements - der meldet sich einfach per Mail an und erhält dann rechtzeitig den entsprechenden Link zur Veranstaltung.

Anmerkung RED: Hierbei handelt es sich um keine Wahlempfehlung, sondern die am Cannstatter Wahlforum teilnehmenden Kandidatinnen und Kandidat geben ein persönliches Statement ab, über welches u. a. am Abend der Veranstaltung diskutiert werden soll.

Petra Olschowski

Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Petra Olschowski

"Die größte Aufgabe unserer Zeit ist es, die Überhitzung des Erdklimas und das Aussterben von Pflanzen und Tieren einzudämmen. Dabei geht es auch um unsere Verantwortung gegenüber allem Leben.

Zugleich zeigt die Pandemie, wie bedeutsam ein solidarisches Miteinander ist, um erfolgreich aus Krisen wie dieser zu kommen.

Viele Menschen sind bereit, zusammen und schnell den notwendigen Wandel anzugehen – unter anderem mit wissenschaftlichen Innovationen, einer nachhaltigen Wirtschaft und lebenslangen Bildungsmöglichkeiten.

Das gilt es weiter zu stärken."

Roland Schmid

Für die CDU: Roland Schmid

"Unser Land steht in Folge der Corona Pandemie vor neuen und schwierigen Herausforderungen. Die Menschen machen sich um ihre persönliche Zukunft, ihren Arbeitsplatz, ihre Familie und ihre Gesundheit Sorgen. Darauf müssen wir die richtigen Antworten geben.

Am wichtigsten ist, Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Dazu müssen wir die Digitalisierung vorantreiben, Forschung und Innovationen fördern, kleine und mittlere Unternehmen unterstützen und eine funktionierende Infrastruktur anbieten.

Wir müssen aber auch unsere gesellschaftlichen Strukturen stärken. Soziale Einrichtungen wie Begegnungsstätten oder unsere Vereine in Sport, Kultur und vielen anderen Bereichen brauchen Rückhalt und Stabilität.

Diese Aufgaben möchte ich engagiert anpacken."

Katrin Steinhülb-Joos

Für die SPD: Katrin Steinhülb-Joos

"Seit Jahren ist das Bildungssystem unterfinanziert. Als Lehrerin und Schulleiterin musste ich dies an vielen Stellen erfahren. Es fehlt an Lehrkräften, Ressourcen, Förderstunden, Inklusionsstunden und an adäquater Ausstattung. Ohne Corona wäre dies weiterhin so hingenommen worden. Es ist bitter zu sehen, wie gering die Lobby für Kinder und Jugendliche, wie auch für Kinder mit Einschränkungen ist.

Es ist höchst Zeit, dass hier mehr getan wird. Bildung ist unser höchstes Gut. In punkto Digitalisierung wurde unglaublich viel versäumt. Das fällt uns nun auf die Füße. Die Ressourcen sind zudem ungleich verteilt. Schulen mit besonderen Herausforderungen bekommen dieselbe Zuteilung an Lehrerstunden wie alle anderen Schulen. Hier fordere ich eine Zuteilung orientiert am Sozialdaten-Atlas.

Darüber hinaus beschäftigen mich die Themen Umwelt und Klima sehr. Die Fridays for Future Bewegung hat mich sehr beeindruckt. Da gilt es, den Jugendlichen nachzuziehen, die sich so viele Gedanken um unsere Zukunft machen."