Corona-Vesperkirche endet

Wenn am Samstag, 6. März 2021 um 16 Uhr die Glocken der Leonhardskirche zum Abschlussgottesdienst der Vesperkirche Stuttgart 2021 läuten, liegt eine ungewöhnliche Vesperkirchen-Saison hinter dem haupt- und ehrenamtlichen Team rund um Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann.

Die Vesperkirche Stuttgart 2021 fand unter Corona-Bedingungen satt, d. h. to-go-Essen und Wärmflaschen für die Vesperkirchengäste.

Auch der neue Stuttgarter Oberbürgermeister, Dr. Frank Nopper, war erstmalig bei der Essensausgabe dabei und brachte zudem noch leckere Muffins für die Essenstüten mit.

Er ist jedes Jahr bei der Essensausgabe dabei: Grünen-Politiker Cem Özdemir.

In diesem Jahr konnte es seine Vesperkirchengäste nämlich nicht wie gewohnt im Kirchenraum empfangen und verköstigen, sondern die rund 30.000 to-go-Essen wurden unter Einhaltung der Corona-Bedingungen an 6 Ausgabestellen - Leonhardskirche, Paulinenbrücke, Erwin-Schöttle-Platz, eva, St. Georg und Bahnhofsmission – verteilt. „Wir haben jeden Tag ca. 600 warme Essen ausgegeben. Die Papiertüte ist das Symbol der Corona-Vesperkirche 2021 geworden. Darin enthalten waren außerdem auch Süßigkeiten, Getränke, Buttermilch, Obst, Kuchen oder Muffins. Die Kooperation mit allen Partnern hat prima geklappt“, bestätigt Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann.

Doch nicht nur to-go-Essen, sondern vor allem auch während der kälteren Tage konnten selbstgestrickte Socken und Schals ausgegeben werden. Auch der VfB Stuttgart hat sich im Rahmen von VfBfairplay wieder an der dies-jährigen Vesperkirche Stuttgart beteiligt und gemeinsam mit der Bürgerstiftung Stuttgart u. a. kuschelig warme, rote Wärmflaschen gespendet.

Am Ausgabeschalter der Magdalenenkapelle wurden neben dem Grünen-Politiker Cem Özdemir auch der neue Stuttgarter Oberbürgermeister, Dr. Frank Nopper, und seine Ehefrau Gudrun gesichtet.

Für Donnerstag, 4. März 2021 hat sich noch von 12-13 Uhr Landtagspräsidentin Muhterem Aras angekündigt und am Samstag, 6. März 2021 kommt der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Kaufmann von 11:30-13:30 Uhr zur to-go-Essensausgabe.

Besonders - sowohl für die Gäste wie auch für die Mitarbeitenden - war die Öffnung der Leonhardskirche für eine Stunde mit Warmgetränk und Hefezopf. Doch angesichts der wieder leicht gestiegenen Infektionszahlen ist es bei dieser einmaligen Probeöffnung geblieben. „Da war ein großes Bedürfnis nach Gemeinschaft spürbar. Das Sitzen in der Kirche hatte zugleich einen Hauch von wieder gewonnener Freiheit. Wir haben hinterher viele Anfragen nach weiteren Öffnungen bekommen, aber wir wollten weder Gäste noch Mitarbeitende einer Gefahr auszusetzen“, kommentiert die Diakoniepfarrerin den Probelauf.

In diesem Jahr erforderten die Arbeitsabläufe ein enges Miteinander zwischen Diakoninnen, Diakonen und Ehrenamtlichen. Eine Befragung der Vesperkirchengäste – diese stimmen mit den Füßen ab und kommen am nächsten Tag wieder - hinsichtlich ihrer Zufriedenheit liegt vermutlich bis 5. März 2021 vor. „Viele sind froh und dankbar, dass es diese Ausgabe gab - eine besondere Vesperkirche, die uns in Erinnerung bleiben wird. Wir haben getan, was uns möglich war. Und im Besonderen: Wir sind dankbar, dass wir alle gesund geblieben sind!“, zieht Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann zufrieden Bilanz.

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Fotos: Monika Johna