Zuffenhäuser Dekanin tritt ihr Amt an

Endlich ist es so weit: Das Dekanat Zuffenhausen hat ganz offiziell seit 1. September 2019 mit Elke Dangelmaier-Vinçon eine neue Dekanin. Die 57-Jährige ist damit für die rund 27.000 Protestantinnen und Protestanten in den 8 Zuffenhäuser Kirchengemeinden zuständig.

6 Fragen an Dekanin Elke Dangelmaier-Vinçon...

Dekanin von Zuffenhausen: Elke Dangelmaier-Vinçon

Mit der anstehenden Aufgabe ist Dekanin Elke Dangelmaier-Vinçon bestens vertraut, denn sie war zuvor bereits fünf Jahre Referentin beim Dekan in Ludwigsburg.
Nach einem Theologiestudium in Neuendettelsau, Hamburg, Marburg und Tübingen und dem Vikariat in Stuttgart-Heumaden war Elke Dangelmaier-Vinçon Gemeindepfarrerin in Salach (1992-1999) und Nürtingen-Oberensingen-Hardt (1999-2012). Von 2009-2012 übernahm sie zusätzlich Vertretungsdienste in den Kirchenbezirken Nürtingen und Kirchheim/Teck.
Die neue Zuffenhäuser Dekanin ist verheiratet, hat 4 Kinder und ist Mitglied der 14. Landessynode, dem Kirchenparlament der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Dort gehört sie der Gesprächskreisleitung "Offene Kirche" an.

Bevor sie am Sonntag, 22. September 2019 um 16 Uhr ganz offiziell im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Pauluskirche in Zuffenhausen in ihr Amt eingesetzt wird, hat sie sich noch schnell den Fragen unserer Redaktion gestellt.

RED: Liebe Frau Dangelmaier-Vinçon, Sie sind das "neue Gesicht" in Zuffenhausen, also die neue Dekanin. Steigen wird doch gleich mal ins Thema ein... Welche drei Lebensereignisse haben Sie als Theologin geprägt?

EDV: Meine Zeit als Kinderkirchhelferin in meiner Heimatgemeinde Ehningen, wo die spannenden Diskussionen im Helferkreis mein Interesse an Theologie vertieft haben. Das Studium an vier verschiedenen Orten (Neuendettelsau, Hamburg, Marburg und Tübingen), das mir gezeigt hat, wie vielfältig sich Theologie betreiben lässt. Und die Diskussionen in Gruppen der Erwachsenenbildung und insbesondere in einem Frauenkreis „meiner“ ersten Gemeinde, wo immer wieder genau nachgefragt und hinterfragt wurde.

RED: Gestern noch Referentin beim Dekan in Ludwigsburg, seit 1. September die neue Dekanin in Stuttgart-Zuffenhausen. Was kommt da an neuen Aufgaben auf Sie zu?

EDV: Als Referentin beim Dekan in Ludwigsburg bin ich schon in Dekanatsaufgaben einbezogen, aber die ganze Fülle der Aufgaben wird jetzt erst auf mich zukommen, vor allem die Personalführung und die Verantwortung für die Diakonie im Kirchenkreis Stuttgart.

RED: Welche Projekte und Aufgabenstellungen in Bezug auf IHR Dekanat liegen Ihnen besonders am Herzen?

EDV: Zum einen gilt es, zukunftsfähige Strukturen zu schaffen, die auch in schwieriger werdenden Zeiten tragen werden. Zum anderen liegt mir viel daran, dass Ehren- und Hauptamtliche sich gut und gerne in der Kirche engagieren können. Mich fasziniert die Mischung von Bodenständigkeit und Multikulti in Zuffenhausen und diese Offenheit will ich gerne unterstützen.

RED: Welche neuen Impulse möchten Sie in die Runde Ihrer Dekanskollegen bzw. –kollegin tragen, um die EVANGELISCHE KIRCHE IN STUTTGART zu stärken?

EDV: Ich finde die Idee eines Kirchenkreises für Stuttgart so gut, dass ich sie gerne weiter mit Leben füllen möchte und freue mich darauf, dafür gemeinsam Ideen zu entwickeln. Mit dem Blick von außen wird vermutlich das eine oder andere ins Auge fallen, an dem es sich lohnt, weiterzuarbeiten.
Neue Impulse und Konzepte entstehen bei mir dann, wenn ich in einer Situation bin. Dann sprudelt es los. Ich bin sicher, dass mir auch in Stuttgart viel einfällt. Vorab und noch von außen halte ich mich mit Impulsen aber zurück.

RED: Schließen wir mal die Kirchentür. Für welche Themen oder Interessensgebiete begeistern und engagieren Sie sich sonst noch?

EDV: Mir macht der Rechtsruck in unserer Gesellschaft große Sorgen und es ist mir unerträglich, dass weltweit an Zäunen und Ausgrenzung gearbeitet wird. Ich möchte dazu beitragen, dass die Welt wieder offener, bunter und lebenswerter für alle Menschen wird. Denn bei Begegnungen mit unseren koreanischen Partnern und in Indien habe ich immer wieder erlebt, dass uns Menschen unendlich viel mehr verbindet als trennt.

RED: Und wo trifft man Sie privat an?

EDV: Bei vier Kindern kommt keine Langeweile auf, auch wenn alle schon erwachsen sind und alle schon in Stuttgart wohnen. Ich fotografiere, reise und lese leidenschaftlich gerne. Neben Frankreich und Italien besonders gerne nach Indien, wo unser Schwiegersohn herstammt und nach Korea.

RED: Für Ihre neue Aufgabe wünschen wir Ihnen gutes Gelingen, auf dass Sie nie "den Blick von Außen" verlieren mögen.