14. Nacht der offenen Kirchen: bunte Vielfalt

Die Pfingstnacht ist immer eine ganz besondere Nacht in Stuttgart, denn dann öffnen evangelische, katholische, alt-katholische und neuapostolische Gotteshäuser ihre Pforten und laden interessierte BürgerINNEN als auch Gemeindemitglieder zur NACHT DER OFFENEN KIRCHEN ein. Kirchenräume erkunden bzw. neu und einmal anders zu entdecken, dazu beflügelte der Geist von Pfingsten auch in diesem Jahr.

Pfarrer Florian Link als Kirchenbaumeister Aberlin Jörg

Das Percussion-Trio aus dem Senegal

Und so gab es bei der bereits 14. Ausgabe der NACHT DER OFFENEN KIRCHEN wieder viel Musikalisches, aber auch Historisches und Meditatives zu erleben, denn 20 Stuttgarter Gemeinden wollten mit Jazz-und Gospelkonzerten, Lesungen, Lichtinstallationen und Turmbesteigungen aber auch ganz klassischen Gottesdiensten entdeckt werden.

Die BesucherINNEN konnten mit Hilfe eines Routenplaners z. B. einer meditativen und klangvollen Tour durch den Stuttgarter Westen folgen oder einfach mal den Turm der Stadtkirche in Bad Cannstatt erklimmen.

Apropos Cannstatter Stadtkirche, dort traten zwei Bürger, Heinrich und Gottfried, aus dem 15. Jahrhundert auf und berichteten den geneigten Kirchenbesucherinnen und -besuchern von "ihrem" Aberlin Jörg, Baumeister der Stadtkirche.
Und siehe da, während die beiden Herren so redselig Einblick in das Leben und die Umstände von damals gaben, trat er hinzu, Pfarrer Florian Link alias Baumeister Aberlin Jörg und berichtete höchst persönlich von seinem Kirchenbau.

Zurück ins 21. Jahrhundert - zurück in die Leonhardskirche in Stuttgart-Mitte. Asylpfarrer Joachim Schlecht war mal wieder ganz am Puls der Zeit und führte mit kleinen Interviews in der gut besetzten Leonhardskirche durch das musikalische Programm "In neuem Kontext - Begegnungen mit Musik und Musikern aus Westafrika".

Der aus dem Senegal stammende Kora-Spieler Kandara Diebaté [Anmerkung RED: Eine Kora ist eine mit beiden Händen gezupfte Stegharfe aus Westafrika, die ähliche Laute wie eine klassische Harfe von sich gibt.] und seine beiden Musikerkollegen sorgten nicht nur mit ihren exotischen Instrumenten für gute Stimmung, sondern gaben auch Einblicke in ihre persönlichen Musiker-Biografien, berichteten von ihren Migrationserfahrungen und brachten so dem Publikum in mehreren Sessions sehr anschaulich die Musik und Kultur Westafrikas näher.