Das Heidehof-Gymnasium swingt...

Chicago 1929 – Saxophonist Benny Duke ist auf der Suche nach einem neuen Sound, der als Swing in die Geschichte eingehen wird. Mit seiner Band versucht der Musiker aus einem heruntergekommenen Schuppen einen angesagten Club zu machen: „Duke´s Swing Club“. Und die „Roaring Twenties“ wären nicht die „Goldenen Zwanziger“ in Amerika, wenn nicht auch die Mafia hier ein Wörtchen mitzureden hätte... Soweit der Plot zum Schüler-Musical des Evangelischen Heidehof-Gymnasiums.

6 Fragen an den stv. Schulleiter Dr. Johannes Wahl...

Der beste "Dude" vom Duke: Dr. Johannes Wahl, stv. Schulleiter am Evangelischen Heidehof-Gymnasium

Farbenfrohe Kostüme, Swing-Klassiker, Stepp-Tanz und Lindy Hop – das ist „Duke´s Swing Club“!
Über 100 SchülerINNEN spielen, tanzen, singen und swingen unter der Regie des stellvertretenden Schulleiters Dr. Johannes Wahl des Evangelischen Heidehof-Gymnasiums, der das Stück selbst geschrieben hat. Zwischen zwei Proben haben wir ihn mal kurz zum Interview gebeten.

RED: Lieber Herr Dr. Wahl, gehen wir mal zusammen in Duke's Swing Club. Wo ist der denn und was gibt´s dort?

JW: Der Saxophonist Duke hat die kühne Idee, aus einem heruntergekommenen Etablissement in Chicago einen angesagten Club zu machen, der seine BesucherINNEN durch satten Big Band Sound, Stepp-Tanz und Lindyhop begeistert. Zu Beginn der romantischen Komödie mangelt es freilich noch an allem: an Musikern, an Geld, an Einrichtung. Das Musical erzählt von den Vorbereitungen bis zum Premierenabend des Swing Clubs. Persönliche Probleme wie seine kriselnde Liebesbeziehung zu einer Stepperin machen ihm zusätzlich das Leben schwer.

RED: Ui, Sie sind ja echt mutig, die Mafia ins Spiel, also ins Musical, zu bringen...

JW: Es kommt niemand zu schaden, sondern es gibt ein Happy End.

RED: Apropos ins Spiel bringen... Woher stammen eigentlich Idee und Text bzw. Musik und Tanz zu diesem Großprojekt?

JW: Die Big Band und das hauseigene Orchester spielen Swing- und Jazz-Klassiker der 20er bis 40er Jahre. Entscheidend bei der Auswahl war es, ob die Lieder für die Jugendlichen spielbar waren und ob sie vom Text her in eine Handlung zusammengefasst werden konnten.
Wie bei Musicals à la "Mamma Mia" oder "We will rock you" gab es also zuerst die Musik. Ich habe die Lieder dann durch eine Handlung verbunden.

RED: Die "Roaring Twenties" ist keine Band, sondern damit sind die Goldenen Zwanziger in Amerika gemeint, zu denen auch wie gerade angesprochen die Mafia und Al Capone gehörten. Erzählen Sie mal noch ein bisschen mehr zum "Background" des Musicals...

JW: Es ist die Zeit, in der die Musiclubs mit einem neuen Sound und modernen Unterhaltungsformen aus dem Boden schießen. Der "Cotton Club" ist ein historisches Vorbild.
Darüber hinaus ist es das Ende der goldenen Zwanziger Jahre. Auch Duke ist vom Börsencrash des Jahres 1929 betroffen und sucht verzweifelt nach neuen Geldquellen.
Al Capone, das illegale Glücksspiel, Schutzgelderpressungen und die Prohibition bestimmten das Leben im Chicago der 20er Jahren. Dieser Hintergrund erlaubt auch eine dramaturgische Wendung am Ende des Stücks...

RED: Trommelwirbel und die Spannung steigt... Dafür sorgen auch die über 100 SchülerINNEN des Heidehof-Gymnasiums, die "on stage" sind! Was machen die denn alles und wie bekommt man diese "roaring Teens" gebändigt?

JW: Geprobt wurde über ein halbes Jahr in unterschiedlichen kleineren Gruppen. Chor, Orchester und Band übten ebenso separat wie die einzelnen Tanzensembles. Erst jetzt proben wir alle zusammen, was nicht immer einfach ist. Alle sind aber mit Elan dabei und sehr konzentriert!

RED: Wo, wann, wieviel - sprich, wo finden die Aufführungen des Musicals statt, wann geht´s los und was kostet es?

JW: Wir führen das Musical an drei Abenden - DI, 4. Juni - DO, 6. Juni 2019 - im Nicolas Cusanus Haus in Stuttgart-Birkach auf. Beginn ist jeweils 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Karten gibt es unter musical@heidehofgymnasium.de.

RED: Vielen lieben Dank, Herr Dr. Wahl, und dann toi, toi, toi für die Aufführungen!