Dekanin Elke Dangelmaier-Vinçon im Amt

Die Dekansstelle in Zuffenhausen ist wieder ganz offiziell besetzt: Dekanin Elke Dangelmaier-Vinçon wurde Ende September in der Zuffenhäuser Pauluskirche feierlich in ihr neues Amt durch die Stuttgarter Prälatin Gabriele Arnold eingesetzt.

Invesitur der Zuffenhäuser Dekanin Elke Dangelmaier-Vinçon (re) durch die Stuttgarter Prälatin Gabriele Arnold (li)

"Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein", mit diesen Liedzeilen wurde Dekanin Elke Dangelmaier-Vinçon von ihrer neuen Gemeinde in der vollbesetzten Pauluskirche in Zuffenhausen herzlich begrüßt. Die Amtseinführung nahm wie gewohnt Prälatin Gabriele Arnold vor, die sich in ihrer Ansprache auf Lydia von Philippi, Purpurhändlerin und erste Christin in Europa, bezog. Mit dieser "starken" Frauenfigur, die neben Maria zu den bedeutendsten Frauen des Neuen Testaments gehört, stärkte sie der neuen Zuffenhäuser Dekanin den Rücken und verwies darauf, dass jetzt erst die Frauen-Männer-Quote im Evangelischen Kirchenkreis Stuttgart ausgelichen wäre [Anmerkung RED: Den Dekanaten Bad Cannstatt und Stuttgart steht jeweils ein Dekan vor; den Dekanaten Degerloch und Zuffenhausen jeweils eine Frau.].

Dekanin Elke Dangelmaier-Vinçon selbst fasste ihre berufliche Vita mit dem Spruch „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!“ von Johannes Bosco (1815–1888) - Priester, Erzieher und „Sozialarbeiter“ - zusammen, den man ihr bereits als junge Vikarin in Stuttgart-Heumaden mit auf den Weg gegeben hatte. Im Anschluss folgte ihre erste Predigt vor ihrer neuen Kirchengemeinde

Als Zeugen für ihre Amtseinführung hatte sich die "Neu-Zuffenhäuserin" Dekanin Dr. Brigitte Müller (Brackenheim), ihren vorherigen Chef, Dekan Winfried Speck (Ludwigsburg) und Pfarrer Kwon Ho Rhee (Ludwigsburg) gewählt. Alle drei beglückwünschten sie zu ihrem neuen Amt: So wünschte Dekan Speck ihr "ein Gespür für den rechten Augenblick" und ihr ehemaliger koreanischer Kollege nannte sie einen "Engel" und übermittelte digitale Grüße aus der koreanischen Partnergemeinde samt einer Einladung nach Korea.

Nach Verpflichtung und Amsteinsetzung "mahnte" Prälatin Gabriele Arnold nochmals die Gemeinde: "Hört eurer Dekanin zu, wenn sie auch unangenehme Dinge sagt. Prüft ihre Worte, prüft ihren Glauben!"

Im Anschluss an den Gottesdienst, den musikalisch Dekanatskantor Alexander Kuhlo samt Posaunenchor, Pauluskantorei und Flötenkreis begleiteten, folgten Grußworte. Kerstin Vogel-Hinrichs, Dekanin von Degerloch, sprach als Vertreterin für den Kirchenkreis und gab ihrer neuen Kollegin die Worte der engagierten, feministischen Theologin Elisabeth Moltmann-Wendel "Wer die Erde nicht berührt, kann den Himmel nicht erreichen" mit auf den Weg. Bernhard Kees, gewählter Vorsitzender der Katholischen Kirche, überbrachte die besten Segens- und Glückwünsche im Namen von Stadtdekan Monsignore Dr. Christian Hermes. Es folgten weitere Grußworte von Yavuz Kazanc, Vertreter der islamischen Gemeinde in Zuffenhausen, Peter Stoll, für den Vorstand der Diakonie in Stuttgart und vom Zuffenhäuser Bezirksvorsteher Gerhard Hanus sowie vom 1. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Heinz Stohrer.

Und damit die neue Dekanin von Zuffenhausen von ihren Kirchengemeinden noch mehr "erfahren" kann, überreichten ihr abschließend ihre beiden Stellvertreter, Pfarrer Thomas Mann und Pfarrer Dieter Kümmel, einen Gutschein für eine "Tour de Dekanat" mit der Zuffka, der Zuffenhäuser Fahrradrikscha.

Fotos: Dagmar Hempel