Kunst trotz(t) Ausgrenzung

Noch bis zum 28. Juni 2019 lockt die Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ BesucherINNEN ins Haus der Wirtschaft. Dorthin ist die Ausstellung nach der Eröffnung im Stuttgarter Rathaus weitergezogen. Denn das Kunstprojekt, das ein Zeichen setzen will, sucht die öffentliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen von Diskriminierung.

Nofrete-Skulptur "Asyl" von Birgid Helmy

Bereits bei der Vernissage im Stuttgarter Rathaus kamen die Kunstinteressierten aus dem Staunen nicht heraus, denn gleich zu Beginn der Ausstellung im zweiten Stock empfing einen Nofretete oder besser gesagt die Skulptur "Asyl" der Wiesbadener Künstlerin Birgid Helmy: eine junge ägyptische Mutter in hautengem Kleid mit Flip-Flops an den Füßen. "Nofretete" ist jetzt noch bis Ende des Monats bei der Ausstellung im Haus der Wirtschaft (bis 28.06.2019) anzutreffen.

Kuratiert wurde die Wanderausstellung von Andreas Pitz. "In der Rotebühlgalerie (vhs stuttgart) finden sich 38 Druckgrafiken, darunter welche von Verpackungskünstler Christo, von Wolfgang Niedecken, dem Frontmann der Kölschrock-Band BAP oder von Günter Grass, dem deutschen Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger. Die Ausstellung im Haus der Wirtschaft umfasst die zuvor im Mai gezeigte komplette Ausstellung aus dem Stuttgarter Rathaus sowie zusätzliche Videoinstallationen", so Pitz.

KünstlerINNEN, die sich sozial und kulturell ganz unterschiedlich verorten, laden mit ihren Werken dazu ein, neue Perspektiven auf eine Gesellschaft der Vielfalt zu bekommen. Ihre Werke wenden sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus. Sie zeigen auf ihre Weise, dass alle Menschen gleichwertig sind. Die Kunstwerke fordern die Betrachtenden heraus, sich mit einer offenen, vielfältigen und inklusiven Gesellschaft auseinanderzusetzen – und sich für diese einzusetzen.

Parallel zur Ausstellung "Kunst trotzt Ausgrenzung" der Diakonie Deutschland, die übrigens vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird, gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm, an dem sich viele Kooperationspartner beteiligen. Es lädt dazu ein, sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Grundimpuls der Aktion auseinanderzusetzen: Ausgrenzung vermeiden – Vielfalt gestalten.

Fotos: Brigitte Winter