Evangelische Kirche in Stuttgart

"Los Angeles" in Stuttgart

Was geht denn da?! An der Außenfassade vom Haus 44 der Evangelischen Jugend Stuttgart machen sich ab Donnerstag, 10. Juni 2021 junge KünstlerINNEN und ein Sprayer ans Werk. Es ist der Auftakt zum Making-off der Sprayer-Mal-Aktion von Engelsflügeln - „Los Angeles“ mitten in Downtown Stuttgart.

Unter Anleitung von „Graffiti Artist“ David Oloff, seines Zeichens EJUS-Jugendreferent in S-West und Schulsozialarbeiter, grundieren Jugendliche zunächst die Hausfassade und zeichnen vor, bevor dann mehrere Engelsflügel-Paare an den beiden Freitagen, 11. und 18. Juni 2021 an der Hauswand entstehen. Während die Jugendlichen Engelsflügel in unterschiedlichen Größen und Höhen auf die Wand malen, sorgt Sprayer David Oloff dann fürs Finish. Schließlich soll jedes Kind, jeder Jugendliche mit den kunstvollen Flügeln zu einem Engel werden, sich damit fotografieren lassen oder es selbst in den sozialen Medien posten – #engelinstuttgart.

Eingebettet ist diese Kunstaktion in die ökumenische Jahresaktion „ENGEL IN STUTTGART - begleitet beschützt beflügelt“, die im Februar gestartet ist und bis Ende November geht. Organisatoren des Gemeinschaftsprojekts sind die beiden Jugendkirchen, Evangelische Jugendkirche Stuttgart und katholisches jugendpastorales Zentrum YouCh, sowie das Katholische Schulpastoral Stuttgart.

„Mit unserem Projekt - ENGEL IN STUTTGART- begleitet beschützt beflügelt - wollen wir in kreativer und fantasievoller Weise auf Spurensuche dieser himmlischen Wesen gehen“, so Jugendpfarrer Matthias Rumm.

Denn Engel begleiten unseren Alltag: ob als Schutzengel, in Redenwendungen wie „Du bist ein Engel!“ oder bei dem gern verwendeten Taufspruch „Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen." (Psalm 91,11). Sie begegnen uns in der Literatur, in Popsongs, in Gemälden und in der Werbung. „Wir wollen Kindern und Jugendlichen Impulse für ihre Sinn- und Werteorientierung geben. Dabei sollen Lebensthemen wie das Bedürfnis nach Nähe, nach Halt in schwierigen Situationen, Optimismus und Lebensfreude angesprochen werden. Ein Blick in verschiedene Weltreligionen, in die Bibel, in Lyrik, Kunst und Popkultur kann sinnstiftende Antworten geben - auch auf Fragen wie „Wie kann ich ein Engel für andere sein?“ - und eigene kreative Ideen wecken“, so Rumm weiter.

Und schließlich sind LehrerINNEN, pastorale MitarbeiterINNEN und ErzieherINNEN mit ihren Klassen oder Gruppen eingeladen, das Engel-Projekt zu sich zu holen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Es können Bilder gemalt, Collagen gestaltet, Skulpturen geformt, Fotos gemacht, Texte geschrieben, Kurz-filme gedreht oder eben wie ab dem 11. Juni Graffitis gesprüht werden.