Neue Studienleiterin Hospitalhof

Ulrike Kammerer wird neue Studienleiterin am Hospitalhof Stuttgart. Damit tritt die 47-jährige Diplom-Kulturpädagogin am Evangelischen Bildungszentrum in der Stuttgarter City die Nachfolge von Prof. Dr. Rolf Ahlrichs an, der an die Evangelische Hochschule Ludwigsburg gewechselt hat.

6 Fragen an Ulrike Kammerer...

Diplom-Kulturpädagogin Ulrike Kammerer übernimmt ab 1. Oktober 2020 die Studienleitung am Hospitalhof Stuttgart.

In Ludwigsburg geboren, aufgewachsen in Asperg absolvierte Ulrike Kammerer ein Studium zur Diplom-Kulturpädagogin an der Universität Hildesheim (Niedersachsen). Für ihre neue Tätigkeit ab 1. Oktober 2020 bringt die Schwäbin mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Bereich Kultur und Bildung mit. Vor ihrem Amtsantritt haben wir sie bei einer Tasse Kaffee im Hospitalhof zum Interview getroffen.

RED: Liebe Frau Kammerer, erst mal herzlich willkommen im Hospitalhof Stuttgart - Evangelisches Bildungszentrum. Wie sind Sie denn auf uns aufmerksam geworden?

UK: Nun, neu aufmerksam werden musste ich auf den Hospitalhof nicht mehr, bin ich der Einrichtung doch seit vielen Jahren verbunden und in vielfältigsten Funktionen immer wieder im Haus zu Gast. Es ist großartig, wie Pfarrerin Monika Renninger und mein Vorgänger Prof. Dr. Rolf Ahlrichs das Evangelische Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart mit neuem Leben gefüllt haben. Dass wir im Herzen der Stadt eine solche Institution haben, ist ein großer Glücksfall für Stuttgart und auch für die Evangelische Kirche in Stuttgart.

RED: Und was hat Sie motiviert, sich auf genau auf diese Stelle als Studienleiterin zu bewerben?

UK: Die Erwachsenenbildung liegt mir schon viele Jahre am Herzen und ich finde es immer noch einen wunderschönen Beruf. Dieser Tätigkeit in einem professionellen Team mitten in der Landeshauptstadt nachgehen zu dürfen, hat mich überzeugt. Und für mich privat ist es eine Erleichterung, wieder an meinem Hauptwohnsitz Stuttgart arbeiten zu können.

RED: Um Sie ein bisschen besser kennenzulernen, erzählen Sie uns doch mal so die wichtigsten Stationen Ihres bisherigen Berufslebens…

UK: Viele Jahre war ich im Kulturbereich tätig, z. B. bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart, ehe ich mich der Erwachsenenbildung zugewandt habe. Aktuell leite ich das Evangelische Bildungswerk Alb-Donau und bin dort als Geschäftsführerin und Bildungsreferentin für die Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Blaubeuren und im Kirchenbezirk Ulm zuständig. Zuvor war ich als Referentin bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg tätig. Innerhalb der Landeskirche kennen mich manche sicherlich auch noch aus meiner Arbeit für den Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT), bei dem ich im Team um Kirchenrat Wolfgang Kruse das regionale Kulturprogramm organisiert habe.

RED: Wir stecken ja immer noch in der Coronakrise und die baden-württembergische Landesregierung hat die Corona-Verordnung bis Ende November 2020 verlängert. Was bedeutet das für Ihre Arbeit im Hospitalhof?

UK: Wir müssen uns in der Bildungsarbeit ja immer neu ausrichten: Themen ändern sich, ebenso die Zielgruppen und ihre Interessen. Genauso wie sich gesellschaftliche Veränderungen in den Inhalten unserer Angebote abzeichnen, müssen wir nun auch auf Corona-Verordnungen und damit einher gehende Maßnahmen reagieren. Natürlich möchten wir sehr gerne viele Angebote als Präsenz-Veranstaltungen durchführen, aber die Gesundheit der Menschen, die zu uns kommen, steht an erster Stelle – und somit müssen wir gegebenenfalls auch Formate anpassen. Dramatisch sind vor allem die finanziellen Einbußen, die wir im Hospitalhof Stuttgart durch Veranstaltungsabsagen Dritter erlitten haben.

RED: Es wird also auch künftig Angebote aus dem Hospitalhof geben, die man virtuell wahrnehmen kann?

UK: Die wirkliche Begegnung in unserem Haus steht an erster Stelle. Aber wenn diese – aus welchen Gründen auch immer – nicht möglich ist, sind virtuelle Angebote eine gute Alternative. Diesen Weg haben wir bereits beschritten und weiter geebnet und würden uns freuen, wenn sich viele Teilnehmende künftig darauf einlassen würden.

RED: Tagsüber haben Sie ja schon ordentlich „Programm“. Wie gestaltet sich Ihr Feierabend, Ihr Wochenende?

UK: Zahlreiche Abende werde ich auch im Hospitalhof verbringen, denn bei einem Großteil der Veranstaltungen bin ich selbst dabei. Daneben habe ich auch noch kirchliche Ehrenämter, z. B. bin ich im Vorstand für den Landesausschuss Württemberg des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Ansonsten genieße ich in meiner Freizeit Aktivitäten für Körper, Geist und Seele: das Wandern erlebe ich als körperlichen Ausgleich, die Seele kommt bei der Musik in Schwingungen - ich spiele Cello - und als neue intellektuelle Herausforderung habe ich kürzlich begonnen, das Bridge-Spiel zu erlernen.

RED: Liebe Frau Kammerer, ganz herzlichen Dank für das Interview und den Kaffee. Dann wünschen wir Ihnen einen guten Start mit dem Herbst-Programm im Hospitalhof Stuttgart.