Neue Verbundkirchengemeinde Plieningen-Birkach

Am 1. Dezember 2019 finden in Württemberg nicht nur Kirchenwahlen statt, sondern auch die Evangelischen Kirchengemeinden Asemwald, Birkach, Plieningen-Hohenheim und Schönberg finden sich zu einer neuen Verbundkirchengemeinde Plieningen-Birkach zusammen.

"AUF DEM WEG ZUR VERBUNDKIRCHENGEMEINDE", so war der Artikel in der Ausgabe 88 (Dezember 2018/Januar 2019) des Gemeindebriefs der Evangelischen Kirchengemeinden Asemwald, Birkach, Plieningen-Hohenheim und Schönberg übertitelt, und so sah bzw. sieht der "Fahrplan" für die vier Gemeinden aus:

Im November (Anmerkung RED: 2018) haben in allen vier Kirchengemeinden unseres Distrikts Gemeindeversammlungen stattgefunden. Dort wurde über den aktuellen Stand unseres Wegs zur Verbundkirchengemeinde informiert. Hier noch einmal ein kurzer Abriss:

Warum soll es eine Verbundkirchengemeinde geben?
Wir wollen Verwaltungsaufgaben bündeln und damit schneller und einfacher erledigen und die schon heute gute Zusammenarbeit in unserem Distrikt weiter vertiefen und intensivieren. Nicht vier Haushaltspläne, sondern einer, nicht drei Kindergartenausschüsse, sondern einer, um nur wenige Beispiele zu nennen. Gleichzeitig bleiben bei einer Verbundkirchengemeinde aber die einzelnen Kirchengemeinden weiterhin selbständig und bspw. Eigentümer ihrer Gebäude und insbesondere ihrer Kirchen.

Wie wurde daran gearbeitet?
Kirchengemeinderäte und weitere Interessierte der Kirchengemeinden haben in verschiedenen Fachgruppen darüber nachgedacht, wie ein gemeinsames Dienstleistungszentrum aussehen könnte, welche Interessengruppen es in unseren Gemeinden gibt, wie die Gebäude- und Finanzsituation sich darstellt.
In einer Steuerungsgruppe haben die Vorsitzenden über die rechtlichen Fragen beraten. All diese Dinge werden in einer "Arbeitsgruppe Zukunft" zusammengetragen und münden in Beschlussvorlagen, über die die Kirchengemeinderatsgremien der vier Kirchengemeinden im Februar 2019 beschließen werden (Anmerkung RED: ... beschlossen haben).

Was wird neu sein?
Die Verbundkirchengemeinde soll zum 1. Dezember 2019 gegründet werden. Zu diesem Datum finden auch die nächsten Kirchenwahlen statt. Jede Kirchengemeinde wählt dann einen eigenen (kleineren) Kirchengemeinderat, dessen gewählte Räte Mitglied im Verbundkirchengemeinderat sind.
Die Zahl der Mitglieder ist abhängig von der Gemeindegröße (Asemwald: 2, Birkach: 4, Plieningen-Hohenheim: 8, Schönberg: 2). Es wird ein gemeinsamer Haushalt aufgestellt. Verwaltungsaufgaben werden gebündelt. Irgendwann in den nächsten Jahren wird dann auch die Pfarrstellenreduzierung des Pfarrplans greifen. Dann gibt es nur noch drei Pfarrstellen: Birkach-Schönberg, Hohenheim-Asemwald und Plieningen. Entsprechend werden die Seelsorgebezirke gebildet.

Was wird gleich sein?
Es gibt weiterhin vier Kirchengemeinden. Die Pfarrstellen (aktuell vier, in späteren Jahren irgendwann drei) werden für zugeordnete Seelsorgebezirke zuständig sein. In allen Kirchen wird es weiterhin Gottesdienste geben. Gemeindebüros werden als Ansprechpartner vor Ort sein. Die Gruppen und Kreise bieten weiterhin ihre Veranstaltungen und Zusammenkünfte an. Gemeindediakonat und Jugendwerk arbeiten wie bisher weiter.

Warum soll es also eine Verbundkirchengemeinde geben?

Weil wir überzeugt sind, dass sich so vieles einfacher organisieren lässt, Verwaltungsaufgaben nicht parallel, sondern gebündelt erledigt werden können und mehr Zeit bleibt für die eigentliche Gemeindearbeit. Auch wenn die Pfarrstellen von vier auf drei reduziert werden, sollen PfarrerINNEN vor allem für die Menschen in unseren zur Verbundkirchengemeinde zusammengefassten Kirchengemeinden da sein."

Die Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte Asemwald, Birkach, Plieningen-Hohenheim und Schönberg