Internationale Partnerschaften

Kirche weltweit, das ist kein abstrakter Slogan, sondern gelebte Praxis: bei internationalen Partnerschaften. Den Horizont erweitern, Solidarität zeigen oder bei drängenden Problemen zur Seite stehen - die Partnerschaften haben unterschiedliche Facetten.

Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Stuttgart pflegt eine Partnerschaft mit der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Georg zu Samara in Russland. Der Austausch ist rege, denn Einzelne, Gruppen und Chöre aus beiden Ländern besuchen einander. Mit Spenden und einer Stiftung werden Gottesdienst, Unterricht sowie soziale und diakonische Projekte der Gemeinde in Samara unterstützt.

Der Evangelische Kirchenkreis Stuttgart unterstützt außerdem die Eglise Evangélique au Maroc, also die Evangelische Kirche in Marokko, bei der Flüchtlingsarbeit. Erste Hilfe, Projekte für junge Mütter und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder Arbeits- und Ausbildungsangebote etwa helfen, die größte Not zu lindern. Der Jesustreff Stuttgart steht im persönlichen Austausch mit der jungen Migrantengemeinde in Oujda im Nordosten Marokkos.

Der Dekanatsbezirk Bad Cannstatt unterhält eine Dreiländerkirchenpartnerschaft mit der früheren Evangelischen Superintendentur Königsee in Thüringen und mit dem Evangelischen Dekanat Liptovský in der Slowakei. Ein Arbeitskreis setzt sich dafür ein, dass die Dreifachpartnerschaft lebendig ist und bleibt. Alle zwei Jahre finden Begegnungstage statt, an wechselnden Orten in Baden-Württemberg, Thüringen und der Slowakei. Über die Partnerschaft des Dekanats hinaus haben auch einzelne Kirchengemeinden in Bad Cannstatt gute partnerschaftliche Kontakte zum Bezirk Königsee.

Der Dekanatsbezirk Zuffenhausen hat eine Partnerschaft zur christlichen Gemeinde in Ramallah im Westjordanland, die durch regelmäßige gegenseitige Besuche gepflegt wird. Innerhalb des Dekanatsbezirks ist die Gesamtkirchengemeinde Weilimdorf quasi der Motor dieser Beziehung. Eine Partnerschaft, die beide Seiten bereichert und die auch den Christen und Christinnen im Westjordanland zeigen soll: Ihr seid nicht vergessen, ihr erfahrt Solidarität!